Berliner Taxifahrer soll Touristen mit überhöhten Fahrpreisen um Hunderte Euro betrogen haben

Berliner Taxifahrer soll Touristen mit überhöhten Fahrpreisen um Hunderte Euro betrogen haben

Berliner Taxifahrer soll Touristen mit überhöhten Fahrpreisen betrogen haben

Ein Berliner Taxifahrer steht im Verdacht, Touristen für kurze Fahrten vom Flughafen in die Innenstadt teilweise bis zu 400 Euro berechnet zu haben. Am Donnerstag musste er sich deshalb vor dem Berliner Gericht wegen Betrugsvorwürfen verantworten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Fahrer zwischen März 2012 und Mai 2013 in insgesamt 22 Fällen Besucher der Hauptstadt mit stark überhöhten Fahrpreisen abgerechnet haben.

Die Ermittler werfen ihm vor, insbesondere ausländische Touristen gezielt ausgenutzt zu haben. Die meisten seiner mutmaßlichen Opfer nahm er am damaligen Flughafen Berlin-Tegel auf.

Zu den Betroffenen gehörte ein Mann aus Mexiko, der die üblichen Taxi-Preise in Deutschland nicht kannte. Für eine Fahrt von nur etwa 15 Kilometern bis nach Alt-Tempelhof soll er 400 Euro bezahlt haben.

Trotz des außergewöhnlich hohen Fahrpreises brachte der Taxifahrer den Touristen nicht direkt bis zum Eingang seines Hotels. Stattdessen setzte er ihn auf der Straße ab. Als Quittung erhielt der Mann lediglich einen Beleg über 2,96 Euro.

Der Angeklagte, der von den Behörden als Talip M. aus dem Berliner Stadtteil Wedding bezeichnet wird, wies die Betrugsvorwürfe vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten zurück. Er bestritt die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen.

Der 48-Jährige ist laut einem Bericht der Zeitung BZ kein Unbekannter für die Justiz. Seine Vorstrafen reichen demnach bis in die 1990er Jahre zurück.

Zuletzt wurde er im Jahr 2010 wegen Betrugs sowie wegen versuchter schwerer Körperverletzung strafrechtlich verfolgt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann außerdem vor, weitere Fahrgäste mit überhöhten Preisen belastet zu haben. So soll eine Frau für eine rund zehn Kilometer lange Fahrt vom Flughafen Tegel in die Berliner Innenstadt 110 Euro bezahlt haben.

Eine andere Frau musste nach den Ermittlungen sogar 196 Euro zahlen. Als Begründung soll unter anderem ihr mitgeführter Koffer gedient haben.

Auch ein britischer Tourist gehört laut Anklage zu den mutmaßlichen Opfern des Taxifahrers. Der Mann wurde demnach nicht in der Nähe seines Hotels abgesetzt.

Für die Fahrt verlangte der Fahrer 96 Euro, obwohl der reguläre Fahrpreis nach den Ermittlungen lediglich etwa 16 Euro betragen hätte.

Der Fall sorgt in Berlin für großes Aufsehen, da die Vorwürfe ein schlechtes Licht auf das Taxi-Gewerbe werfen könnten. Gleichzeitig betonen die Behörden, dass es sich um einzelne mutmaßliche Straftaten handelt und die Schuld des Angeklagten erst durch ein Gericht festgestellt werden muss.

Das Verfahren vor dem Berliner Gericht soll nun klären, ob der Taxifahrer die ihm vorgeworfenen Betrugsfälle tatsächlich begangen hat und ob er für die überhöhten Fahrpreise zur Verantwortung gezogen wird.


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